Interview mit Teresa Medeiros

Teresa Medeiros war der absolute Shooting Star in diesem Frühjahr in Deutschland. "Oh My Darling" und "Rebellin aus Liebe" sind hierzulande wie Bomben eingeschlagen. In den USA gehört die gelernte Krankenschwester schon seit einigen Jahren zu den erfolgreichsten Liebesromanautorinnen. Fünf ihrer Romane erscheinen in diesem Jahr bei Cora und dem Bertelsmann Verlag. Auf ihrer Website befinden sich weitere Informationen zu ihren Büchern: http://www.win.net/~romance/terbio.htm

Angela: Können Sie uns etwas über sich erzählen? Wo Sie herkommen, Ihre Hobbies, etc.?

Teresa Medeiros: Ich bin Einzelkind und frühere Armee-Göre, die als sie aufwuchs immer viele imaginäre Freunde hatte. Ich wurde 1962 in Heidelberg geboren, als mein Vater in Deutschland beim amerikanischen Militär  stationiert war. Ich wollte immer eine Prinzessin, Filmstar oder Schriftstellerin werden. Nachdem ich bereits in Tennessee und North Carolina lebte, zogen wir als ich zwölf wurde nach Kentucky und arbeitete neun Jahre lang als Krankenschwester bevor ich 1992 Vollzeitschriftstellerin wurde. Ich bin nun seit 16 Jahren mit meinem ganz speziellen Helden Michael verheiratet. Lesen war immer mein Lieblingshobby, aber ich betätige mich außerdem bei kirchlichen Aktivitäten, sehe gerne Filme, fahre Rad und mag alles was mit „Star Trek“ und „Buffy, die Vampirjägerin“ zu tun hat.

Angela: Wie begann Ihre Schriftstellerkarriere und wie feierten Sie, nachdem Ihr erstes Buch veröffentlicht wurde?

Teresa Medeiros: Ich begann mit der Arbeit an meinem ersten Buch als ich 21 war. Ich sandte es an einen Verlag und wartete ein Jahr auf meine erste Absage. Dann wurde ich raffiniert und schickte Briefe an 21 verschiedene Verlage. Innerhalb von drei Monaten hatte ich das Buch verkauft und einen Vertrag über drei Bücher abgeschlossen. Um zu feiern zog ich mein schönstes Kleid an und ging einkaufen. Aber ich kaufte nicht viel, da dieser erste Fortschritt ziemlich spärlich ausfiel.

Angela: Ihre Bücher sind eine wundervolle Mischung aus Humor und Herzschmerz. Lesen Sie solche Bücher auch privat gerne (wie die Bücher von Susan E. Phillips)? Wie erzielen Sie diese Mischung in Ihren Büchern?

Teresa Medeiros: Ich glaube ernsthaft, dass das Leben eine Mischung aus Lachen und Tränen ist (auf mein Leben trifft dies sicherlich zu!) deshalb versuche ich dies in meinen Büchern widerzuspiegeln. Ich bin eine sehr unterbewußte Autorin, so dass ich nicht genau erklären kann, wie ich diesen Effekt erreiche – ich weiß nur, wie es sich anfühlt die Wahrheit zu erzählen. Ich war immer ein Mensch mit sehr leidenschaftlichen Gefühlen, deshalb fiel es mir nie schwer, Wut, Fröhlichkeit oder Traurigkeit zu vermitteln. Ich empfinde diese Emotionen zusammen mit meinen Charakteren. Und woher wußten Sie, dass Susan Elizabeth Phillipps von Anfang an eine meiner Lieblingsautorinnen war? Ich mag ganz speziell ihre älteren Bücher, in denen sie einem das Herz bricht und im nächsten Atemzug zum Lachen bringt. Ich habe nichts gegen schwarzen Humor aber es fällt mir schwer, auf Autoren einzugehen, in deren Arbeit sich absolut kein Funke Humor befindet. Es kommt mir einfach unrealistisch vor.

Angela: Woher nehmen Sie Ihre lustigen Ideen (wie eine Heldin, die Kinder haßt und urplötzlich mit einer ganzen Horde konfrontiert wird oder die etliche Instrumente spielen kann, aber nicht singen)? Ist das Ihre Vorstellungskraft oder bekommen Sie Ihre Ideen durch Filme, andere Bücher usw.?

Teresa Medeiros: Ich werde von allem inspiriert – Vorstellungskraft, Filme, Gesprächsfetzen die ich an öffentlichen Plätzen aufschnappe, Kinderbücher. Die Idee für „Charming The Prince“ (von dem ich gehört haben, dass es in Deutschland unter dem Titel „Rebellin aus Liebe“ heißen soll) erhielt ich aus einer Folge der Fernsehserie „Xena“. Xena’s Doppelgängerin Meg wiegte eine Kinderwiege mit ihrem Fuß während sie in einem Stuhl saß und „99 Bottles of Beer on the Wall“ sang. Ich dachte mir, „Hmmm, wie wäre es, wenn ich eine Heldin erfinde, die Kinder haßt und bei einem Helden landet, der eine ganze Horde davon hat?“. Was die Idee mit der Heldin betrifft, die Musikinstrumente spielen kann, aber nicht singen, nun, dafür brauchte ich nur in den Spiegel zu schauen.

Angela: Ich habe einige Ihrer älteren Bücher gelesen und festgestellt, dass diese ernster und düsterer waren, als die Bücher, die Sie in den letzten Jahren geschrieben haben. War dies eine Änderung im Schreibstil und bewußt geplant? Oder sind Sie als Autorin gewachsen?

Teresa Medeiros: Um ehrlich zu sein, war meine Mutter in den letzten fünf Jahren sehr krank und es fiel mir schwer, mich in diese düsteren Emotionen zu verstricken. Ich glaube, dass mir das Schreiben von leichteren Büchern sehr durch diese schwierigen Zeiten geholfen hat. Ich hatte immer lustige Untertöne in all meinen Büchern, aber ich schätze, dass sie in meinen letzten Büchern mehr in den Vordergrund traten. Das wichtigste für mich ist, dass die Stimmung zu meiner gewählten Story paßt. Tatsächlich glaube ich, dass es schwieriger ist, ein lustiges Buch zu schreiben als ein Melodrama. Man muß geschickt an die Sache herangehen, ich sehe sie lieber durch die Charaktere vorangetrieben als durch Slapstick (obwohl ich an ein wenig Slapstick auch nichts verkehrtes finde!).

Angela: Einige Ihre Heldinnen entsprechen nicht unseren Schönheitsidealen, was diese um so liebenswerter macht, da sich die Leser mit ihnen identifizieren können. Bevorzugen Sie selber diese „Heldinnen von nebenan“ und würden Sie eventuell eines Tages über z.B. übergewichtige, behinderte oder unscheinbare Heldinnen schreiben?

Teresa Medeiros: Ich kenne nicht viele perfekte Frauen, aber ich kenne viele schöne Frauen, sowohl innerlich als auch äußerlich. Das sind die Frauen über die ich schreibe. In meinem ersten Hardcover „The Bride And The Beast“, der im Juni 2000 veröffentlicht wird, hat die Heldin Übergewicht. Der Held muß ihr erst die unabänderliche Wahrheit beweisen: wenn man jemanden liebt, ist man in dessen Augen schön. Es ist seine Liebe, die ihr die Kraft gibt, an sich selbst zu glauben. Obwohl ich es genossen habe, in „The Fairest Of Them All“ (Mai 1995) diesen Stereotypus umzukehren. Meine Heldin, Holly, ist die schönste Frau in ganz England aber sie betrachtet ihre Schönheit als Fluch, weil sie kein Mann als Person betrachtet. Deshalb verkleidet sie sich als abscheuliches altes Weib und gewinnt zum Schluß die Liebe eines Mannes, der ihre „innere“ Schönheit schätzt.

Angela: Ihre Heldinnen sind alles starke Frauen die für ihre Liebe kämpfen. Was halten Sie von Alpha-Helden und schwachen, winselnden Heldinnen der 70er und 80er Jahre?

Teresa Medeiros: Ich mochte die Liebesromane der 70er und frühen 80er Jahre, aber wir sind einen langen Weg gegangen, Baby! Ich habe einmal eine wundervolle Rede von Jude Devereaux gehört, die erklärte, dass gewaltsamer Sex in diesen Büchern oftmals einfach nur das Resultat davon war, dass es Frauen erstmals ermöglicht wurde, ihre sexuellen Fantasien durch Fiktion zu erforschen. So kam es zu Vergewaltigungs-Fantasien, Fantasien über variierende Partner etc. Nachdem das erledigt war, waren die Leserinnen bereit für sanftere Gefühle und Geschichten, die durch den Plot angetrieben wurden, wie die, die heute auf dem Markt sind. Ich versuchte, über Alpha-Helden zu schreiben aber es wurde jedesmal dadurch verdorben, dass sie ihre sanften Seiten zeigten. Die einzige Voraussetzung, die ich  an einen Helden stelle, ist, dass er in ein brennendes Haus rennt, um einen Korb Katzenjunge zu retten.

Angela: „Nobody’s Darling“ („Oh My Darling“) war ein großer Erfolg in Deutschland und die Leser liebten dieses Buch. Was denken Sie darüber und ist Deutschland das erste Land außerhalb der USA in dem Sie veröffentlicht wurden?

Teresa Medeiros: Ich war absolut aufgeregt zu hören, daß „Oh My Darling“ ein großer Erfolg in Deutschland war. Ich habe in den letzten Jahren Bücher nach Polen, in die Tschechische Republik, China, Norwegen, Frankreich, Schweden und Italien verkauft, aber dies war das allererste Mal, dass ich irgendeinen Feedback erhalte, wie die Bücher aufgenommen wurden. Es bedeutet mir auch deshalb mehr, da ich in Deutschland geboren wurde. Ich habe diese Neuigkeiten sofort meinem Vater mitgeteilt und er war so stolz! Er und meine Mutter hatten ein paar ihrer schönsten Momente ihres Ehelebens in Deutschland.

Angela: In „Touch of Enchantment“ haben Sie einige Fantasy-Elemente eingebaut, wie z.B. einen Drachen. Interessieren Sie sich für Fantasy Romane und/oder wollen Sie einmal einen Fantasy Roman schreiben? (Wie z.B. die Disney-Fantasy Filme?) Sie scheinen außerdem paranormale Geschichten zu mögen, da Sie in „Breath Of Magic“ und „Touch Of Enchantment“ Time Travel/Magie einbauten. Wird es ein weiteres Sequel geben oder ein anderes paranormales Buch?

Teresa Medeiros: Ich möchte keine weiteren Fantasy oder parnormalen Elemente in meiner Arbeit ausschließen, habe aber derzeit nichts in der Art geplant. Fantasy habe ich schon immer geliebt. Ich habe als Teenager viel Zeit damit verbracht, das Rollenspiel „Dungeons and Dragons“ zu spielen. (Mein Minister war ein „Dungeonmaster“.) Viele meiner Lieblingsfernsehserien haben Fantasy Elemente: Akte X, Buffy – Im Bann der Dämonen, Die Schöne und das Biest, Star Trek. Ich habe viel Fantasy Romane gelesen wenn ich Zeit zum Lesen hatte.

Angela: Das ist vielleicht ein Irrtum meinerseits, aber ich habe den Eindruck, dass all Ihre Bücher eine problematische Eltern/Kind Beziehung enthalten?

Teresa Medeiros: Sie sind bereits die zweite Interviewerin, die mich das innerhalb kurzer Zeit fragt. Vielleicht sollte ich zur Psychotherapie gehen! Aber ernsthaft, als das Genre noch jung war, schien es, als ob in den frühen Liebesromanen und Gothics die Heldinnen immer verwaist waren, da dies sofort Mitgefühl beim Leser erzeugte. Zumindest HABEN meine Charaktere Eltern. Ich denke, dass die Eltern/Kind Beziehung die Antwort auf spätere Beziehungen schärft und oftmals müssen mein Held und meine Heldin erst ihre Vergangenheit überwinden oder Frieden mit ihr schließen, bevor sie sich auf eine Zukunft mit dem geliebten Partner einlassen können.

Angela: Ihre Cover sind meist Innencover mit neutralen Frontcovern. Haben Sie diese Cover verlangt, oder ist dies eine Entscheidung Ihres Verlages? Was halten Sie von Ihren Covern? Haben Sie Einfluß auf die Wahl der Models oder die Pose?

Teresa Medeiros: Mein amerikanischer Verlag, Bantam, hat ein unglaubliches Art Department, daher bin ich in der Lage, mich entspannt zurückzulehnen und die Leute ihren Job tun zu lassen, während ich meinen tue. Meiner Meinung nach waren all meine Cover schön. Einige kamen auf den Regalen im Buchgeschäft besser an als andere, aber ich bin stolz auf jedes einzelne. Meine Lieblingscover sind die ohne den typischen „Clinch“. Ich mag es, wenn Held und Heldin Seite an Seite sind, wie auf dem Cover von „Lady Of Conquest“, oder sich wortlos und sanft berühren, wie auf „Touch Of Enchantment“ und dem Originalcover von „Rebellin aus Liebe“. Auf dem Cover von „A Whisper Of Roses“ lag der Held zurückgelehnt auf dem Gras, während die Heldin über ihm aufragte, was eine nette Umwandlung des typischen ist.

Angela: Das amerikanische Cover von „Rebellin aus Liebe“ ist eines der schönsten Buch Cover, das ich jemals gesehen habe (sowohl Innen- als auch Aussencover!). Es ist nicht der typische „Clinch“ dargestellt und die Models sahen genauso aus, wie ich mir Held und Heldin vorstellte. Mögen Sie dieses Cover? Haben Sie ein Cover von Cherif Fortin/Lynn Sanders gewünscht, da die beiden tatsächlich wunderschöne Cover malen und von Tag zu Tag populärer werden? Wer hatte die Idee mit dem Dornröschen-Schloss auf der Vorderseite?

Teresa Medeiros: Ich war auch der Meinung, dass dieses Cover herausragend ist. Mir war die Arbeit von Fortin und Sanders bereits vertraut und ich war aufgeregt, als ich das fertige Innencover sah, weil es so unglaublich stilvoll war. Das Schloß vermittelte perfekt den „Märchengedanken“ des Buches. Auf dem Cover von „The Bride And The Beast“ (Juni 2000) wird ebenfalls ein Goldschloss abgebildet sein, aber dieses ist auf die Spitze eines Brautbuketts gesetzt. Ich muß an dieser Stelle wiederholt das Art Department von Bantam für diese unglaublichen Konzepte loben.

Angela: Im Gegensatz zu anderen Autorinnen haben Sie sich nicht auf eine geschichtliche Periode festgelegt. Sie schreiben Contemporaries, Regencies, mittelalterliche Romane etc. Welche Periode fällt Ihnen am schwersten? Welchen Zeitraum mögen Sie am liebsten und warum? Wie stellen Sie Ihre Nachforschungen an?

Teresa Medeiros: Ich habe eine kurze Aufmerksamkeitsspanne! Ich sage immer, mein Lieblingszeitraum ist immer der, an dem ich momentan nicht arbeite. Jedesmal, wenn ich einen mittelalterlichen Roman beende, schwöre ich, dass ich nie wieder einen weiteren schreiben werde. Während ich dann am nächsten Buch arbeite, ertappe ich mich dabei, dass ich meinen Fachbüchern über das Mittelalter sehnsüchtige Blicke zuwerfe. Ich glaube, dass ich immer wieder zu diesem Zeitalter zwischen anderen Büchern zurückkehren werde. Mein Time Travel von 1996, „Breath Of Magic“, spielte ursprünglich im gegenwärtigen New York City und die Arbeit daran war für mich wie ein Signal, da es so erfrischend für mich war. Momentan spiele ich mit dem Gedanken, einen anderen Contemporary zu schreiben. Was die Nachforschungen angeht, muss ich mir eine Tonne Bücher kaufen und sie neben meinem Ellbogen plazieren, da ich niemals im voraus weiss, welche Fakten ich für die Story brauche, bis ich tief in der Story stecke. Ich benutze gerne die Schauplätze dazu, um die Story, die ich erzählen will, abzustecken.

Angela: Im Gegensatz zu anderen Autorinnen veröffentlichen Sie nicht Ihre e-mail Adresse auf Ihrer Website. Wie bleiben Sie mit Ihren Fans in Kontakt? Erhalten Sie viel Fanpost? Nehmen Sie an Autogrammstunden und den Romantic Times Conventions teil? Werden Sie Ihre e-mail Adresse veröffentlichen, da nur wenig ausländische Fans einen Brief in ein fremdes Land schicken würden und e-mail für diese einfacher wäre?

Teresa Medeiros: Ich hatte meine e-mail Adresse auf meiner Website veröffentlicht, aber ich habe bald entdeckt, dass ich meine gesamte Zeit mit dem Beantworten von e-mails verbrachte, statt zu schreiben. Ich nahm an, dass meine Leser lieber mehr Bücher von mir als e-mails bekommen würden! Aber ich habe nicht bedacht, dass ich dadurch meine ausländischen Fans leichter erreichen kann, daher werde ich diese Idee noch einmal überdenken müssen. Ich erhalte ziemlich viel Fanpost und antworte persönlich auf jeden Brief. Ich habe an einigen RT Conventions teilgenommen. Mein liebster Teil daran war immer die Buchmesse, wo man tatsächlich die Möglichkeit hat, die Leser seiner Bücher kennenzulernen. Was für eine reizende Gruppe sie doch sind!

Angela: Was sagten Leser über das Rotzgör Emily aus „Once An Angel“? Mochten sie sie, denn ich muss zugeben, dass es mir sehr schwerfiel, sie zu mögen, obwohl sie diese schreckliche Kindheit hatte, die sie in diesen kleinen Teufel verwandelte. War Shirley Temple ihr Vorbild?

Teresa Medeiros: Ehrlich gesagt habe ich keine negativen Rückmeldungen zu Emily erhalten. Ich denke gerne, dass sie gute Absichten hatte und ihre zynische Hülle ein sehr weiches und verletztes Herz verdeckte. Es hat solchen Spass gemacht über sie zu schreiben, da sie all die bösen und frechen Dinge tun konnte, von denen ich nur träumen kann. Ich denke, dass Helden und Heldinnen immer bewunderungswürdige Eigenschaften haben sollte, aber ich habe nichts dagegen, ein paar Schwächen einzustreuen, um sie interessant zu machen. „Once An Angel“ war mein Tribut an eines meiner Lieblingskinderbücher – „A Little Princess“ von Frances Hodgson Burnett. In der Filmversion spielte Shirley Temple die Hauptrolle und immer wenn ich mir den Helden vorstellte, wie er auf das Kinderfoto der Heldin schaut, sah sie wie Shirley Temple aus. Aber Shirley war niemals so frech, nicht war?

Angela: Haben Sie einen Lieblingshelden oder eine Lieblingsheldin unter Ihren Büchern? Was sind Ihre Lieblingsbücher und -autoren?

Teresa Medeiros: Bis zu einem gewissen Grad verliebe ich mich in all meine Helden, aber in einige mehr als in andere. Besonders verehrt habe ich Sebastian aus „Heather And Velvet“, Billy Darling aus „Oh My Darling“ und Gerard Claremont aus „Thief Of Hearts“. Was meine Heldinnen betrifft, haben sowohl Emily aus „Once An Angel“ und Holly aus „The Fairest Of Them All“ beim Schreiben riesigen Spass gemacht, weil sie niemals einfach herumsassen und warteten, bis etwas geschah. Sie nahmen das Geschehen selber in die Hand. Ich bin sicher, einige meiner besten Freunde auf dieser Liste ausgelassen zu haben, aber einige meiner Lieblings-Liebesromane sind u.a. „Something Wonderful“ von Judith McNaught, A Knight In Shining Armor“ von Jude Deveraux und „Honey Moon“ von Susan Elizabeth Phillips. Bei Liebesromanen lese ich gerne die üblichen Verdächtigen: Jill Barnett, Pamela Morsi, Rebecca Hagan Lee, Antoinette Stockenberg, Kimberly Cates, Theresa Weir, Elizabeth Beverly, Anne Stuart, Julie Garwood. Neben Liebesromanen liebe ich Stephen King, Alice Hoffman, Larry McMurtry, Anne Lamott, Charles Dickens and Charlotte Bronte. „The Windflower“ von Tom und Sharon Curtis (die auch als Laura London schrieb) ist für immer mein Lieblingsbuch und liebster Liebesroman.

Angela: Wie viele Bücher schreiben Sie pro Jahr? Ihr letztes Buch war „Rebellin aus Liebe“, was in den USA im April 1999 erschien (in Deutschland im April 2000). Werden Ihre Fans nicht ungeduldig?

Teresa Medeiros: Normalerweise schreibe ich ein Buch pro Jahr. Ich bin kein schneller Schreiber, aber ich gebe mein bestes, meinen Lesern etwas zu präsentieren, das die Wartezeit wert war.

Angela: Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus? Wissen Sie, welche anderen Bücher ins Deutsche übersetzt werden und können Sie uns ein wenig über diese und Ihre zukünftigen Bücher erzählen?

Teresa Medeiros: Wie ich bereits zuvor erwähnte, erscheint mein erster Hardcover „The Bride And The Beast“ im Juni 2000 in den USA. Von meinen zwölf Büchern sind fünf nach Deutschland verkauft worden. Meine beiden Time Travels „Breath Of Magic“ und „Touch Of Enchantment“ werden von zwei verschiedenen deutschen Verlagen veröffentlicht. „Breath Of Magic“ erzählt die Geschichte einer ungeschickten Hexe, die von den Hexenjagden der Puritaner in das gegenwärtige New City reist um das Herz eines kühlen Multi-Millionärs aufzutauen.

„Touch Of Enchantment“ setzt die Geschichte ihrer Tochter fort, die aus Versehen in die Zeit zurückversetzt wird und mit einen Schlag einem Ritter in Rüstung gegenübersteht.

„Charming The Prince“ oder „Rebellin aus Liebe“, wie es auf Deutsch heisst, ist eine leichte Aschenputtelgeschichte über einen Helden, der vor nichts auf der Welt Angst hat – bis auf seine zwölf Kinder - und der sich in eine Frau verliebt, die er findet, um sich um sie zu kümmern. Ich habe ausserdem „The Bride And The Beast“ nach Deutschland verkauft. Dies ist eine „Die Schöne und das Biest“-Geschichte über eine unglückliche Jungfrau, die dem „Drachen“, der ihr schottisches Dorf im Hochland terrorisiert, geopfert wird. Der Held in diesem Buch lehrt sie, an etwas unwahrscheinlicheres als Märchen zu glauben - wahre Liebe.

© Isolde Wehr und Angela Weiß, April 2000, Die romantische Bücherecke

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Dieses Interview entstand im März 2000 zwischen Angela W. und Teresa Medeiros für:



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